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Die Funktion der Blase


Kenntnisse über die gesunde Blasenfunktion sind eine Vorraussetzung um zu
verstehen, wie Verletzungen und Krankheit zur Harninkontinenz führen. Das ist der Fachbegriff für das unkontrollierte Wasser lassen.

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Die Blase entleert sich mechanisch nachdem Sie Signale vom Nervensystem enthält

 

Für den Vorgang der Miktion, also dem Wasserlassen, vereinen sich folgende Funktionen.

Die Ventile zur Urinsammlung heißen innerer und äußerer Blasenschliessmuskel (Blasenhals und Detrusor).
Letzterer kann bewusst geöffnet und verschlossen werden.

 

Der innere Blasenschliessmuskel wird vom Rückenmark angeregt

 

Vom Hirn unabhängig steuert das sakralspinale Zentrum im unteren Rückenmark den Verschluss des inneren Blasenschliessmuskels und die Spannung der Blasenmuskulatur.

Das sakralspinale Zentrum ist nach seiner Position im unteren Rückenmark, dem Sakralmark benannt.
Dort befindet es sich in den Segmenten S2-S4.
Also beim Erwachsenen auf Höhe der Brustwirbelkörper BWK 11-12.

 

Der Hohlmuskel Blase signalisiert, wenn sie gefüllt ist

 
Die Urinmengenmessung unserer Blase ermöglicht es uns zu spüren wieviel Zeit bis zum nächsten Toilettenbesuch bleibt.
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Spüren wir den Harndrang uns drängt, uns vielleicht sogar Schmerzen bereitet, suchen wir eine Toilette auf.

 

Urinmessung schützt den Körper

 
So schützt unser Körper unsere Nieren und weitere Organe vor gefährlichem Urindruck und -rückfluss.
Ist es andererseits lebenswichtig, zum Beispiel in gefährlichen Situationen, Urin zurückzuhalten, kann die Blase mehr Urin speichern als es gesund ist.
Die Auskünfte über die Urinmenge bestimmt die Notwendigkeit des Wasserlassen.

 

Nerven und Organe kommunizieren

 

Diese Information sendet die Blase zum unteren Rückenmark zum sakralspinalem Zentrum.

Dieses reicht die Information dann durch das Rückenmark an das darüberliegende Gehirn gesendet.

 

Die Blasenleerung kann bewusst eingeleitet und unterbrochen werden

 

Das Wasserlassen wird, wenn Zeit und Ort zur Blasenentleerung passen, bewusst eingeleitet und kann jederzeit unterbrochen werden.
Notwendige Prozesse zur Blasenentleerung, leitet das Gehirn über die Nerven im Rückenmark an das sakralspinale Zentrum und an den äußeren Schliessmuskel.
 

Die Mechanik der Blase lässt den Urin laufen.

 
Der äußere Schliessmuskel öffnet sich.
Mit seinem Zugsystem zieht er den inneren Blasenmuskel trichterförmig auf.

Dies ermöglicht der mechanische Aufbau der Blase und die vom sakralspinalem Zentrum angeregte Spannungsänderung des inneren Blasenmuskels. [1][2][3][4][5][6][7][8]

 

Schäden in Körperregionen verursachen Harn-Inkontinenz

 

Beim gesunden Menschen ermöglicht dieser Mechanismus – Rückenmark, das Gehirn und die Ausscheidungsorgane sind beteiligt – kontrolliertes Wasserlassen. Also die Harnkontinenz.
Ist eine der an diesem komplizierten System beteiligten Körperregionen gestört führt das zur Harninkontinenz oder zum Harnverhalt, dem gefährlichen Ausbleiben der Blasenentleerung.

 
Quellen:
 
[1] Zäch, G. A. und Koch, H. G. [Hrsg.] ,Paraplegie: Ganzheitliche Rehabilitation, Urologie, Die neuropathische Blase 2006

[2] Wikipedia, Harnverhalt, https://de.wikipedia.org/wiki/Harnverhaltung, aberfen am 18.03.2012

[3] Wikipedia, Harnblase, https://de.wikipedia.org/wiki/Harnblase

[4] MediZinfo, Arzneimittelklassen, Sympathomimetika, http://www.medizinfo.de/arzneimittel/arzneimittelklassen/sympathomimetika.shtml, abgerufen am 18.03.2012

[5] Nea Urorology, Urodynamik, http://www.uronea.de/taetigkeitsgebiete/harnverlust/ , abgerufen am 19.03.2012

[6] Internationale Stiftung für Forschung in Paraplegie, Die Funktion des Rückenmarks, http://www.irp-zh.ch/index.php?id=322, abgerufen am 19.03.2012

[7]Handbuch der topographischen Anatomie, Band 2,Joseph Hyrtl,1871, Mechanik der Harnextraction

[8] Urologie, Richard Hautmann, 2010


 
Siehe auch:

 
[1] Abbildung und Beschreibung des Becken des Mannes:
American Medical Systems, Das Becken des Manns,
http://www.americanmedicalsystems.de/gesundheit-fuer-den-mann/das-becken-des-mannes.html, abgerufen am 19.03.2012

[2] Abbildung und Beschreibung des Becken der Frau: American Medical Systems, Das Becken der Frau, http://www.americanmedicalsystems.de/gesundheit-fuer-die-frau/das-becken-der-frau.html, abgerufen am 19.03.2012

[3] Abbildung des Rückenmarks in der Wirbelsäule liegend, http://www.irp-zh.ch/typo3temp/pics/6609efe1bf.jpg, abgerufen am 19.03.2012

 
Wichtige Begriffe

 
Miktion, Blasenfunktion, Harndrang, Blasenfüllung, Blasenentleerung, Schutzmechanismus, Urin, Harnverhalt, Fluchtreflex, Sympathikus, Parasympathikus, Sakralmark, Rückenmark, subkortikal, Kontinenz,Inkontinenz,Wasserlassen, sakralspinal, Zentrum, Detrusor